Kleine Geschichte Eilendorfs - Heimatverein

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kleine Geschichte Eilendorfs

AK Genealogie


Eilendorf kann auf eine lange Geschichte zurückblicken .
Der frühere Ort Eilendorf hat zweifellos an der Römerstraße gelegen, die schon zur Zeit Christi von Maastricht über Gulpen nach Aachen und von dort aus über Eilendorf weiter nach Stolberg, Gressenich und Gürzenich führte.
Unser Eilendorf wird urkundlich erstmals 1238 erwähnt, in dem Reichsabt Florenz von Cornelimünster als Grundherr von Eilendorf die Schenkung eines Eilendorfer Zehntbezirks an das Aachener St.Adalberts-Stift bestätigt.      



Selbständige Pfarrei ist Eilendorf bereits seit 1239. Im Jahre1340 wird die Ortschaft Nirm erstmals urkundlich genannt.
Im 15.Jahrhundert lebte das Gebiet der Reichsabtei Cornelimünster und mit ihr die Herrschaft Eilendorf glücklich und in ruhigen Verhältnissen.
                            
Das Ehemalige Bannpannhaus oder Zwangs-Brauhaus gilt als das älteste der Eilendorfer Bauwerke, es wird heute noch  Pannes genannt .
                                  

Im Jahre 1430 belehnte  Heinrich von Gartzen, Abt von Cornelimünster den Eilendorfer Bürger Heinrich Keller mit dem Bannpannhaus. Keller ließ sich diese Belehnung am 26.Dezember 1455 für sich und seine Nachkommen bestätigen.
Unter dem baulustigen Abt Hyazinth Alfons Graf von Suys  (1713-1745 )
erhielt Eilendorf an Stelle der ersten, wahrscheinlich stilgerechten romanischen Kirche ein neues stilloses Gotteshaus.


Um seine Macht als Abt zu vermehren, kaufte Graf von Suys im Jahre 1718 dem Kurfürsten von der Pfalz dessen Vogteirecht über Cornelimünster ab.
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts konnte sich die Reichsabtei Cornelimünster jedoch nicht mehr der allgemein zeitgenössisch-deutschen Atmosphäre des Religionskrieges entziehen. So brachte vor allem der truchsässische Krieg, der von spanischen Soldaten gegen den zum Protestantismus übergetretenen Kölner Erzbischof und Kurfürsten Gebhard Truchsess von Waldburg in den Jahren 1577 bis 1583 geführt wurde, fremde Truppen ins Land so daß auch Eilendorf Einquartierungen, Plünderungen und Brandschatzungen erdulden mußte.
Auch das 17. Jahrhundert wurde für Eilendorf eine Schreckens-und Leidenszeit. Zwischen 1630 und 1640 tobten die Schrecken des 30jährigen Kriegs, die nur noch durch die rücksichtslose Brandschatzung von Eilendorf 1678 im Zuge des Raubkrieges König Ludwigs XIV. von Frankreich überboten wurde.
Nach der kriegerischen Auseinandersetzung des 17.Jahrhunderts stand Eilendorf mit der gesamten Reichsabtei Cornelimünster im 18. Jahrhundert ganz im Zeichen kirchenpolitischen Auseinandersetzungen des Reichsabtes mit dem Kölner Erzbischof. Die Französische Revolution machte 1794 der Herrschaft des Abtes von Cornelimünster ein jähes Ende.
Die Abtei wurde 1802 aufgelöst und die geistlichen Güter wurden zum Nationaleigentum erklärt.
Bereits ab 1797 bildeten die beiden Ortschaften Forst und Eilendorf mit ihren Weilern  und Höfen eine Agentie, um 1800 dann in eine Mairie umgewandelt
( Mairie Forst ) zu werden.
Eilendorf zählte zu jener Zeit etwa 950 Einwohner.
Mit dem 1. April 1886 schied Eilendorf aus dem Bürgermeisterverband Forst aus und wurde nun selbständige Gemeinde, wobei die alten Gemeindegrenzen eingehalten wurden.
Schon 1864 begann man nach den Plänen des Kölner Baumeister Heinrich Wietthase mit dem Bau einer größeren dreischiffigen Kirche im neo-romanischen Stil, der heutigen Pfarrkirche St.Severin, deren Turm jedoch erst 1904-1908 erneuert wurde.  Man baute die neue Kirche um die kleinere alte Kirche herum bevor diese dann abgerissen wurde.
Gleichzeitig erneuerte man den Friedhof an der Kirche, der dann für 1000 Erwachsene und 900 Kindergräber ausgewiesen wurde


Am 1. April 1897 wurde in Eilendorf eine Eisenbahnhaltestelle für Personen-und Güterverkehr eingerichtet, womit sich ein lang gehegter Wunsch der Eilendorfer Bevölkerung erfüllte.  

                                                       
Am 27.April 1900 vereinigt man die Ortschaft Nirm mit Eilendorf zu einer Dorfgemeinschaft.  Seit 1908 besitzt Eilendorf eine Apotheke, die heute 2015 noch besteht .
1935 wurde dann der Ortsteil Atsch der Stadt Stolberg zugeschlagen, damit hatte Eilendorf 1300 Einwohner weniger.

Einen guten Ruf besaß Eilendorf seit Jahrhunderten durch die Eilendorfer Dolomit-Steinbrüche die einen hervorragenden Kalk lieferten, womit der Ort eine reiche Einnahmequelle hatte.  




Am 1.Januar 1972 wurde die Gemeinde Eilendorf in die Stadt Aachen eingemeindet.


Weiteres aus der Geschichte Eilendorfs finden sie in unseren Heimatblättern.

Bildquellen:
A.Packbier
Hubert Beckers Archiv
Heimatverein

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü